Sommerliche Kühle? Wandern im Meraner Land

Wenn die Sonne die Meraner Landschaft erwärmt, dann sehnt man sich auch im Hotel Tyrol in Schenna nach etwas sommerlicher Kühle. Frische Luft findet man in den Meraner Bergen bei einer ausgiebigen Wanderung, oder aber auf dem Europäischen Fernwanderweg. Etwas weiter im Süden Südtirols lassen die Eppaner Eislöcher sogar im Sommer durch ihre Kühle seltene Höhenpflanzen wachsen.

Der Europäische Fernwanderweg E5 führt von der Atlantikküste Frankreichs in der Bretagne über die Alpen nach Verona in Italien.
Insgesamt ist der Fernwanderweg 3200 km lang. Am Timmelsjoch wird die Grenze zu Italien überschritten, der Weg durch Österreich war ca. 175 km weit. Über die Heilig Kreuz Spitze und die Hohe Warte werden Meran und Bozen in Südtirol erreicht. Im Südtiroler Unterland liegen Weißhorn und Schwarzhorn am Weg, schließlich verlässt der Weg die Alpen und führt entlang des Gardasees und der Brennerautobahn nach Verona. An der Arena von Verona endet der Weg.


Von der Hirzerhütte zur Meranerhütte – Gehzeit ca. 7 Stunden

Vom Hotel gehts mit dem Gästebus nach Verdins. Die Seilbahn Verdins bringt uns nach Obertall und der Sessellift auf die Grube. Von dort geht’s zu Fuß weiter über Klammeben zur Hirzerhütte. Dort beginnt der E5.
Nach 2 ½ Stunde Gehzeit auf dem „Gebirgsjägersteig“ erreichen wir das Hirzerkar. Kurz darauf stehen wir an der Hizerscharte und auf dem Hirzer (2781 m). Der tolle Rundblick entschädigt uns für die Strapazen des Aufstieges. Nach kurzer Gipfelrast steigen wir ab und folgen den Wegzeichen auf den Steinen. Der Gebirgsjägersteig führt uns weiter über grobes Gestein und später über Weidegelände Richtung Meran 2000. Es geht vorbei am Kratzberger See und über das Missensteinjoch bis zur Meraner Hütte. Von dort wandern wir über die Waidmannalm zum Chalet Piffing bis zur Seilbahn Meran 2000. Von der Talstation Naif bringt uns der Gästebus wieder zurück nach Schenna.

Gehzeit

ca. 2.5 Stunden

Eislöcher in Eppan, Wanderurlaub im Hotel Tyrol

Eislöcher - Steinegger

Ein Kältephänomen im Süden

Am Fuß des Gandberges (Schloss Warth in Eppan) befinden sich in einer 200 m langen und 10-50 m breiten Mulde die Eislöcher.

Hier, auf 500 m in einem von Felstrümmern übersäten schütteren Wald, gedeihen Pflanzen, die normalerweise erst ab 1200 m wachsen - ein wahres Naturphänomen!
Je weiter man in die Mulde kommt, desto fühlbarer wird der Temperaturunterschied: hier ist es richtig kalt. Ein Spalten- System zwischen den Porphyrblöcken verursacht nämlich einen ständigen Luftstrom, der auf diesem Wege abkühlt. Zu allen anderen Jahreszeiten heißt es, sich warm einzupacken...

100 m südlich vom Hauptplatz in St. Michael wenden wir uns beim "St. Anna Kirchlein" nach rechts und folgen der Wegmarkierung Nr. 7. Durch Pigeno, vorbei an Schloss Gandegg, erreichen wir den "Stroblhof": eine Einkehr und der Genuss der erlesenen Küche zahlen sich auf jeden Fall aus! Der Markierung Nr. 15 folgend wandern wir ca. 20 Minuten in südliche Richtung. Die erfrischende Kühle der Eislöcher strömt uns schon entgegen. Bis zu einer Höhe von ca. fünf Metern kann man die Kühle in dieser Steinmulde spüren. An die 600 Pflanzenarten sind die Folge dieses enormen Unterschieds der Temperatur auf engstem Raum. Ein Schauspiel der Natur.....! Der Weg Nr. 7A führt uns zum Gasthof Steinegger und auf dem Weg "ST" kommen wir in die Nähe der Gleifkirche und wieder zurück nach St. Michael.

Gehzeit

ca. 2,5 Stunden

Wegverlauf: Vom Sattel Schermoos unweit von Lafenn (1449 m); Straßenübergang von Mölten nach Flaas) der Markierung 38 folgend weitgehend eben nordwestwärts hinüber zur Kreuzung mit dem Weg K (ca. 1500 m) und auf diesem Weg rechts durch Wald leicht ansteigend zur Sattlerhütte (1609 m; Ausschank); nun auf dem Weg K noch eine Weile leicht ansteigend zum Weg 4, auf diesem eben durch Wald nordwärts zu einer kleinen Senke und rechts zur Möltner Kaser (1763 m, Ausschank); ab Ausgangspunkt 2 Std. 

Rückweg: Von der Alm wieder zurück bis zur Gabel, an der sich Weg 4 und Weg K trennen, nun links auf Weg 4 weitgehend eben durch Wald hinaus zur flachen Bergkuppe des Möltner Jochs (1733 m) und weiterhin auf Weg 4 durch Wiesen hinunter zum Ausgangspunkt; ab Alm knapp 1 1/2 Std.

Gehzeit

ca. 3,5 Stunden

Höhenmeter

ca. 320 m

Zirmtaler Seen – Bezaubernder Bergsee

Naturns (554 m) – Kastelbell (600 m) – Parkplatz „Säge“ (1.500 m) – Marzoner Alm (1.595 m) – Schweinsstall – Zirmtaler See (2.114 m) – Marzoner Alm (1.600 m) – Kastelbell – Naturns

Mit dem Auto gelangen wir über Meran, Töll, Rabland, nach Naturns und fahren weiter bis nach Kastelbell. Von Kastelbell aus fahren wir den dicht bewaldeten Nörderberg hoch bis zum Parkplatz „Säge“. Über die Forststraße laufen wir bis zur Marzoner Alm, welche zu einer kleinen Stärkung einlädt. Von dort aus folgen wir der Markierung Nr. 18 zum „Schweinstall“ und etwas anstrengender weiter zu den märchenhaft gelegenen Zirmtaler Seen mit der romantischen kleinen Almhütte.

Die Mühen des Aufstiegs werden jedoch zu jeder Jahreszeit ausreichend belohnt: ein einzigartiges Meer aus blühenden Alpenrosen erwartet Sie im Juni auf dieser Wanderung, die bezaubernde Bergkulisse spiegelt sich während der Sommermonate im klaren Wasser des Bergsees und die einzigartige Herbstfärbung rund um die Zirmtaler Seen lässt Sie aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Also auf jeden Fall den Fotoapparat bzw. die Digitalkamera einpacken! Mit vollem Film (oder voller Speicherkarte) kehren wir dann auf dem gleichen Weg zum Parkplatz „Säge“ zurück.

Gehzeit

ca. 3,5 Stunden

Höhenmeter

600 m

Einkehrmöglichkeiten

Marzoner Alm, Zirmtaler Alm